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Die Joghurt-Lüge jetzt als Taschenbuch
X-Press
Nach Genfood, Novel Food und Nanofood scheinen sich Verbraucher in den USA und Europa an eine neue Form der Lebensmittel gewöhnen zu müssen: Klonfood. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA attestierte am 15. Januar 2008 in einer ausführlichen Stellungnahme die Unbedenklichkeit von Fleisch und Milch, die von bestimmten geklonten Tierarten stammt. Zwar fehlen klinische Studien und Langzeitversuche nach Vorbild der Pharmaindustrie, auch geht es derzeit in den USA um lediglich rund 600 geklonte Tiere, deren Fleisch oder Milch in Frage kämen. Doch für Konsumenten erweist sich in Sachen Klonfood vor allem ein Aspekt als gravierender Nachteil: Eine Deklarationspflicht gibt es, auch hierzulande, nicht – der Begriff Klonfood an sich ist ein Novum und nirgends exakt definiert. Experten der 27 EU Staaten hatten sich daher bereits 2007 darauf geeinigt, Klonfood (cloned food) im Rahmen der Novel Food Gesetzgebung zu behandeln. Eine zusätzliche Risikobewertung hielten die EU-Vertreter auf Grund der Datenlage damals für nicht angebracht. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat schließlich eine bis zum 25. Februar 2008 laufende wissenschaftliche Umfrage gestartet. Begründung der Lebensmittelexperten: Die bisherigen Erkenntnisse zur Sicherheit von potenziellen Klonfood-Produkten basierten auf zu wenigen und ohnehin kaum vorhandenen Langzeitdaten. Ähnliches mussten deutsche Verbraucher in Sachen Nanofood erleben. Um die Akzeptanz der Bevölkerung für einen möglichen Einsatz der Nanotechnologie in Lebensmitteln zu testen, setzte nämlich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf eine "repräsentative" Umfrage: Insgesamt 18 Personen sollten im Herbst 2006 nach vorheriger Schulung einem Expertenteam Rede und Antwort stehen. Über die Gefahren und Nebenwirkungen des neuen Nanofood indes tappen Fachleute nach wie vor im Dunkeln. Fest scheint nur zu stehen, dass bis 2015 Nanofood zum Alltag der Verbraucher gehören wird - Risiken inbegriffen. Eine gesetzliche Regelung gibt es bis heute nicht. Mehr Infos: (http://www.lifegen.de) (Auszug mit freundlicher Genehmigung des Bastei Lübbe Verlags) Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu Die Joghurt-Lüge. Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie ISBN: 978-3-404-60606-1 (3-404-60606-X) Taschenbuch/Paperback 336 Seiten Preis: 8,95 EUR (D) 9,20 EUR (A) 16,80 SFR (UVP) 10.9.2008 Bemerkungen:
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