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DieRedaktion.de = Mediaclinic 2.0?
Mario Gongolsky
DieRedaktion.de bietet eine Reihe an neuen Geschäftschancen für den ebenso einfachen wie effizienten An- und Verkauf von hochwertigen journalistischen Inhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der Post. "Wir sehen in DieRedaktion.de ein interessantes Geschäftsmodell, um gerade als freier Journalist neue Kontakte und damit neue Einnahmequellen zu erschließen”, findet Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes. Die Idee eine Webseite als Drehscheibe für journalistische Inhalte zu machen, ist nicht ohne Reiz, doch die Erfolgschancen bleiben fraglich. Den Redaktionen mangelt es nicht an Themenvorschlägen freier Journalisten, es besteht keine Knappheit an Inhalten. Gemessen an der durchschnittlichen Qualität der deutschen Zeitungs- und Onlineberichterstattung dürfte es an personellen Ressourcen mangeln. Diesem Mangel wird nach unserer Erfahrung nicht durch eine Aufstockung der Budgets von Freien begegnet. Trotz prominenter Partner kann das Vorhaben in eine weitere Form der Mangelverwaltung hinein rutschen. Bei Zeilenhonoraren von 50 Cent pro Zeile in der Tagespresse oder den jüngst veröffentlichen Tagessätzen von 77 Euro bei der Nachrichtenagentur dapd, lässt sich leicht ausrechnen, welchet Wert journalistischen Inhalten beigemessen wird. Weder das Portal DieRedaktion noch der DJV haben bislang eine Weg aus dieser Abwärtsspirale gefunden. Als Xing für Journalisten kann DieRedaktion.de allerdings eine sinnvolle Vermittlungsplattform darstellen. Grund genug, das Projekt aufmerksam zu begleiten. www.diereadktion.de 4.3.2011 Bemerkungen:
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